Ganz besonders in einem so sensiblen Bereich wie der Organisationsentwicklung kann man mit dem Ansatz des Schemacoachings sehr viel bewegen.

Weil es hier auf höchst komplexe Art und Weise um das Zusammenspiel unterschiedlichster Persönlichkeiten und somit auch unterschiedlichster Bedürfnisse geht. Ganz speziell im Unternehmenskontext gibt es keinen Prozess, ohne dabei die individuellen Schemata zu aktivieren.

Vom ersten Kennenlernen im Vorstellungsgespräch, über die Einführung eines neuen Mitarbeiters in die Organisation und ins Team,

bis hin zum individuellen Verhalten in Veränderungsprozessen und herausfordernden Stressphasen.

Wer fördert Prozesse und wer behindert sie? Wer trägt zu innovativen Entwicklung bei und wer hält unbewusst permanent am Status quo fest und forciert so eine Stagnation anstatt des Fortschritts?

Ihre gesamte Unternehmenskultur wird geprägt von den individuellen Schemata Ihrer Mitarbeiter*innen.

Schauen wir uns einmal ein paar Beispiele an, damit Sie sich ein besseres Bild machen können was Schemacoaching in der Praxis zur Organisationsentwicklung genau beitragen kann.

Schemacoaching in der Personalauswahl

Wie wird sich der neue Mitarbeiter in die gesamte Organisation und das eigene Team eingliedern und entwickeln? Das ist die essenziell wichtigste Frage, nachdem die fachlichen Kriterien im Vorfeld bereits geklärt wurden. Jeder Unternehmer und Entscheidungsträger weiß nur zu gut was es bedeutet hier eine Fehlentscheidung zu treffen.

Da wäre es doch mehr als hilfreich durch eine spezielle Fragetechnik, schon im Zuge der Recruitingphase, abklären zu können welche schemabedingten Verhaltensweisen der neue Mitarbeiter mitbringen wird.

Mit einem gekonnten psychologischen Blick hinter die Kulissen. Einem Blick auf die blinden Flecken, die dem Bewerber meist selbst noch nicht bewusst sind. Durch eine auf die individuelle Schemata-basierte spezielle Fragetechnik kann hier so schon im Vorfeld geklärt werden welcher Bewerber genau das fehlende Mosaiksteinchen Ihrer Organisation ist. Welcher Bewerber die Organisation zum Rocken bringt.

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Schemacoaching im Change Management

Gerade im Change Management sind individuelle Schemata höchst aktiv im Einsatz. Wo die einen die Veränderung lieben und mittragen, wehren sich die anderen vehement dagegen und boykottieren den Veränderungsprozess. Teilweise passiert dies auf bewusster, viel häufiger jedoch auf unbewusster Ebene. Eine Veränderung steht ja im Endeffekt auch immer in direkter Verbindung oftmals altbewährtes und auch liebgewonnenes loslassen zu müssen. Sich auf Neues einzulassen und dementsprechend mutig zu sein. Und sich mit den eigenen Ängsten und damit verbundenen Unsicherheiten auseinanderzusetzen.

Zugleich spielt natürlich auch die Identifikation mit dem Neuen eine enorm große Rolle – ob man das alles überhaupt möchte, oder ob man sich durch die Veränderungen „von oben“ übergangen und zwangsbeglückt fühlt. Und genau hier liegt die Gefahr in die Überkompensation der eigenen Verhaltensweisen abzudriften, was sich dann wiederum auf die gesamte Dynamik der Organisation auswirken kann (und wird). Und jeden noch so gut geplanten Change Prozess zum Kippen bringen kann.

Typische Fallen und Reaktionen, hervorgerufen durch die eigenen individuellen Schemata sind hier beispielsweise: Flucht und Angriff / Gegenangriff, soziale Isolation, überhöhte Standards (an sich selbst und / oder an andere), Unterwerfung (alles über sich ergehen lassen, jedoch ohne jedes Commitment), Misstrauen, Verletzbarkeit und aus Angst abschweifen in verbale Drama-Szenarien („Wir werden alle, alles verlieren.“).

Psychodynamische Prozesse und Schemata

In jedem Unternehmen gibt es unbewusste Prozesse, die leise still und heimlich die gesamte Organisation steuern. Damit sind beispielsweise die geheimen Spielregeln im Hintergrund gemeint, ebenso wie automatisierte Abläufe für die es keinen tatsächlich definierten Ursprung gibt. Ebenso wie verdeckte Unsicherheiten die es zwar gibt, die offiziell jedoch nie aus- oder angesprochen werden.

Ebenso ist hier die Antwort verankert, was ist die primäre, tatsächliche,  Aufgabe einer Organisation ist und was die sekundäre … Und welche Auswirkungen das alles auf die Organisationsdynamik hat und welche weiterführenden Bedeutungen und verdeckten Muster dies in sich birgt. Für Fortschritt, oder Stillstand … Innovation, oder Stagnation.

Alles sehr komplexe und zugleich existentiell wichtige Fragen, die Ihre Antwort genauso wieder in den individuellen Grundschemata finden. Denn auch eine Organisation verfügt über Schemata, abgeleitet aus Erfahrungen und darüber hinaus aus den Mustern der Protagonisten der Organisation. Ein höchst spannendes und zugleich brandgefährliches Zusammenspiel aus emotionalen Bedürfnissen und Reaktionen.

Diese Schemata haben Auswirkungen auf jeden einzelnen Prozess im Unternehmen. Wie beispielsweise, welche Typologie von Mitarbeitern angesprochen und in weiterer Folge eingestellt wird. Wer Entscheidungsspielräume und ein Mitspracherecht verliehen bekommt und wer nicht – offiziell wie inoffiziell. Wie mit Fehlern und notfalls auch einmal mit scheitern umgegangen wird. Und wie mit Machtgefügen.

Hier erwarten Sie extrem spannende Erkenntnisse mit einem enormen Mehrwert für die gesamte Organisationsentwicklung.

Teambuilding und der Einfluss der individuellen Schemata

„Das ist mein Schauferl! Nein, meines! Außerdem ist meine Burg viel schöner als deine. Nein, ist sie nicht! Du bist blöd! Du auch“!

Auch, wenn sich diese Sätze heute aus anderen Wörtern zusammensetzen ist der Inhalt doch oftmals derselbe geblieben. Die zwischenmenschliche Zusammenarbeit ist auf emotionaler Ebene ein Leben lang sehr herausfordernd. Von der Krabbelstube bis ins Seniorenheim.  Deshalb schicken viele Unternehmen ihre wichtigsten Teams, die nun mal eben ausschließlich basierend auf einer guten Zusammenarbeit effizient arbeiten können, auch so leidenschaftlich gerne in Teambuildingmaßnahmen.

Hierfür  gibt es deshalb heute schon die verschiedensten und spektakulärsten Varianten Teams zusammenzuführen. Jedoch meistens nur für eine befristete Zeit. Wenn das unbeschwerte Flair des Kletterparks, oder ähnlicher beliebter Orte für solche Maßnahmen, dann wieder wegfällt, fallen auch die Masken der Teammitglieder wieder und alles ist beim Alten.

Für ein nachhaltiges gegenseitiges Verständnis braucht es einfach mehr als einen gemeinsamen Ausflug. Dafür braucht es Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft den anderen wirklich kennen und verstehen zu lernen, um so nachvollziehen zu können, was die tatsächlichen Beweggründe für individuelle Verhaltensweisen sind. Ganz besonders dann, wenn einem selbst genau dieses Verhalten an jemanden anderen stört. Diese Aspekte der Übertragung und Gegenübertragung werden im Schemacoaching aufgedeckt und sukzessive ins eigene Bewusstsein geholt. Nur so wird eine nachhaltige und zugleich empathisch wertschätzende Zusammenarbeit möglich.

Innovationsmanagement und die „Großen Kinder“ im Unternehmen

Es gibt sie wirklich. Die unglaublich kreativen Mitarbeiter. Die Innovationen einfach so aus dem Ärmel schütteln – wenn ihnen gerade danach ist. Die kein Büro wollen, sondern einen Wuzzler um nachdenken zu können. Die ihr Homeoffice prinzipiell an den Strand, auf einen Berg, oder einfach in ein Kaffeehaus verlegen. Jedoch nur sehr selten im Unternehmen anwesend sein wollen.  Die großen Kinder, die schwer zu führen sind, aber dennoch extrem wertvoll für die gesamte Organisationsentwicklung und das vorausschauende Innovationsmanagement.

Wie sind diese großen Kinder aber zu führen? Wie viel Freiraum brauchen sie und wo sind auch Grenzen nötig um die Ideen dann auch wirklich in die Umsetzung zu bringen. Und sich nicht in der eigenen Kreativität zu verlieren.

Wie kann man sie auch in ein Team integrieren? Mit dem nötigen individuellen Frei- und Spielraum um Konflikte gepaart mit Demotivation zu vermeiden.

Es gibt wenige Personen mit einer so ausgeprägten intrinsischen Motivation wie sie diese Mitarbeiter mitbringen. Und ebenso wenige die eine so unkonventionelle Führung brauchen. Wie erkennen Sie nun aber die „Nonkonformisten“ in Ihrem Unternehmen. Nämlich genau die Mitarbeiter die zwar nicht wirklich sehr teamtauglich sind, sondern sich stattdessen eher wie eine Primadonna verhalten, jedoch trotzdem unentbehrlich sind, wenn es um Kreativität und Lösungsorientierung geht. Keine leichte Aufgabe. Aber mit den richtigen Ansätzen aus dem Schemacoaching definitiv eine lösbare!