Warum kann meine Psyche meinen Körper krank machen?

Psychologie

Der Begriff Psychosomatik bildet eine Verbindung aus Psyche (Geist) und Soma (Körper). Eine Einheit aus unseren Gedanken, Gefühlen und dem körperlichen Befinden. Haben wir Gedanken, die uns auf bewusster oder unbewusster Ebene belasten sucht sich die Seele einen Ausweg über den Körper. Und wählt meist ein Symptom das in direkter Verbindung mit körperlichen Schwachstellen steht. Im Prinzip können Sie sich das so vorstellen. Wenn Sie beispielsweise jemand sind dem Dinge nie aus dem Kopf gehen und Ihre Gedanken ständig um dieselben Dinge kreisen neigen Sie aus psychosomatischer Sicht wahrscheinlich zu regelmäßigen Kopfschmerzen. Wenn Sie jemand sind der Dinge gedanklich nicht verdauen kann zu Darmproblemen. Wenn Ihnen Gegebenheiten immer wieder „sauer aufstoßen“ zu einem Reflux.
Sie erkennen schon den Zusammenhang? Unsere Seele sucht sich bei zu viel emotionaler Belastung einen Weg über den Körper. Um sich so bemerkbar zu machen und zu zeigen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Da die Schmerzen aber die Seele betreffen und das Organ „nur“ ein Kommunikationsmittel ist bleibt das Organ selbst gesund. Das ist auch der Grund, warum Ihr Arzt hier keinen Befund stellen kann. Auf körperlicher Ebene ist bei Ihnen alles in Ordnung. Jetzt gilt es also zu überlegen, was auf seelischer Ebene noch zu Beschwerden führt.

Warum fühle ich mich schlecht, obwohl mein Arzt sagt, dass ich (organisch) gesund bin?

Unsere Organe machen hier leider keinen Unterschied. Der Schmerz fühlt sich für uns in der Wahrnehmung immer gleich an. Unabhängig davon, ob es sich um eine organische oder psychologische Ursache handelt.
Wenn jemand zum Beispiel chronische Kopfschmerzen hat schränken die Schmerzen die gesamte Lebensqualität ein und machen einem das Leben schwer. Kein Tag kann befreit geplant werden weil es jederzeit unerwartet wieder zu Kopfschmerzen kommen kann.
Oder jemand einen Reizdarm hat und vor jedem Essen besorgt sein muss, ob dieses auch wirklich vertragen wird. Insbesondere Verabredungen in Restaurants werden hier dann zur Herausforderung da viele Lebensmittel nicht vertragen werden und zu einem massiven Unwohlsein führen können.

Psychosomatische Krankheitsbilder sind immer eine große Herausforderung für die eigene Psyche.
Der Alltag wird massiv eingeschränkt und die Betroffenen leiden auf körperlicher ebenso wie auf psychischer Ebene.

Leider hat das eigene Umfeld meist viel zu wenig Verständnis für die jeweiligen Beschwerden. Aus dem einfachen Grund, dass kein organischer Befund vorliegt fehlt vielen Menschen oft das Verständnis für die subjektiven Schmerzen.
Stattdessen werden die Betroffenen häufig als hysterisch abgestempelt und bekommen Sätze wie „Du wieder mit deinen Kopfschmerzen“ zu hören die auf emotionaler Ebene zu immer noch mehr Verletzungen führen.

Warum werde ich von meiner Umgebung nicht ernst genommen?

Krankheiten sind in den Köpfen der meisten Menschen körperliche Beschwerden für die es einen medizinischen Befund geben muss. Gibt es einen solchen Befund nicht, ist man auch nicht krank! So einfach ist das.

Naja, so einfach ist es aber eben genau nicht. Zwar ist es ein großes Geschenk nicht tatsächlich körperlich krank zu sein, jedoch nicht für die Betroffenen. Weil sie sich ja dennoch krank fühlen.
Deshalb sind Untersuchungsergebnisse ohne Befund für jeden Menschen der Schmerzen hat nicht wirklich nachvollziehbar. Sie leiden unter den völlig identen Symptomen wie diejenigen mit einer körperlichen Krankheit. Mit dem einen großen Unterschied, dass es in ihrem Fall keine standardisierte Behandlung und keine Medikamente gibt.
Fehlt die körperliche Ursache zeigen Tabletten nämlich nicht den gewünschten Heilungserfolg. Aus dem einfachen Grund, da es kein Symptom auf körperlicher Ebene gibt das medikamentös bekämpft werden kann.

Das Umfeld der Betroffenen kann mit den Symptomen leider gleich wenig anfangen wie die Medikamente die keine körperlichen Beschwerden finden gegen die sie ankämpfen könnten.

Das Leid der Betroffenen wird durch zu wenig Wertschätzung aus dem Außen nun immer noch weiter verstärkt. Zu den körperlichen Beschwerden kommen seelische Kränkungen hinzu weil der permanente Eindruck entsteht von anderen im eigenen Leid nicht ernst genommen zu werden.

Was kann ich tun, wenn Schmerzen immer wieder kommen und mir niemand helfen kann?

Lernen Sie Ihren Symptomen selbst auf den Grund zu gehen. Stellen Sie sich immer wenn Ihre Schmerzen auftreten die Fragen:

Wie fühle ich mich gerade?
Was ist in den letzten Minuten passiert, was der Auslöser für meine körperliche Reaktion sein könnte?
Wann sind diese Schmerzen das erste Mal aufgetreten?

Gibt es vielleicht einen Bezug zwischen meinen Schmerzen und meiner Seele (am Beispiel Reizdarm: Gibt es etwas in meinem Leben das ich nicht verdauen kann? Aber immer wieder ausblende / von mir abwehre um mich nicht aktiv damit beschäftigen zu müssen)?

Lassen Sie sich von anderen Menschen in Ihrer Umgebung kein schlechtes Gewissen machen. Nehmen Sie sich selbst an so wie Sie sind und gehen liebevoll mit sich um. Egal was andere sagen.

Nutzen Sie jeden neuen Tag für einen Neubeginn. Sagen Sie sich schon in der Früh beim Aufwachen: „Heute ist der Tag an dem ich meinen Körper kennen lerne. Ich beginne meiner Seele zuzuhören.“

Verschwenden Sie Ihre Gedanken nicht für Schuldzuweisungen. Weder sich selbst noch anderen gegenüber.
Entscheiden Sie sich ganz bewusst ab heute aktiv gesund zu werden! Sie haben die Kraft durch Ihre eigene liebevolle Selbstfürsorge ein schmerzfreies Leben zu führen.

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