Welche Auswirkungen eine Trennung auf unser Herz haben kann

Psychologie

Eine Trennung ist immer eine der schwierigsten und emotional belastendsten Erfahrungen im Leben. Neben all den jedem bekannten und offensichtlichen emotionalen Auswirkungen kann eine Trennung nämlich immer auch zu körperlichen Symptomen führen. In diesem Artikel werden wir uns deshalb heute einmal mit der Verbindung zwischen einer Trennung und deren möglichen psychosomatischen Folgen befassen. Dafür schauen wir uns an, wie sich der emotionale Schmerz einer Trennung auf unseren Körper auswirken kann.

Die Verbindung zwischen Trennung und körperlichen Symptomen

Eine Trennung kann immer eine Vielzahl von körperlichen Symptomen auslösen oder verstärken.
Und dabei ist es egal um welche Form einer Trennung es sich handelt. Ob Sie sich von Ihrem Partner trennen, Sie sich scheiden lassen, Ihre Arbeit verlieren oder den Arbeitsplatz wechseln, oder Sie sich von einem geliebten Menschen verabschieden müssen, was immer eine der größten Herausforderungen für einen Menschen darstellt.
Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, Schlafstörungen, Muskelverspannungen und natürlich Herzbeschwerden (denn eine Trennung geht uns wortwörtlich immer auch „zu Herzen“) sind nur einige Beispiele für körperliche Beschwerden, die im Zusammenhang mit einer Trennung auftreten können. All diese Symptome können durch den emotionalen Stress und die Trauer verursacht werden, die mit einer Trennung einhergehen.

Der Einfluss von Stress und Emotionen auf den Körper

Denn Stress und starke Emotionen können stets auch eine physiologische Reaktion im Körper auslösen. Unser Körper schüttet Stresshormone wie Cortisol aus, die das Nervensystem aktivieren und verschiedene Körpersysteme beeinflussen können. Dies kann in weiterer Folge immer auch zu einer erhöhten Anspannung der Muskeln, einer gestörten Verdauung, einem geschwächten Immunsystem und anderen körperlichen Symptomen führen.
Zudem kann uns eine Trennung auch völlig aus dem emotionalen Gleichgewicht bringen. Oftmals ganz ohne, dass uns der Hintergrund dieser Reaktion bewusst ist. Es kann aber beispielsweise passieren, dass durch die Trennung jahrelang verdeckte Verletzungen und erfolgreich etablierte unbewusste Bewältigungsmuster plötzlich und ohne jede Vorwarnung in sich zusammenbrechen. Weil ein früher erlebtes Trauma reaktiviert wird. Vielleicht haben sich Ihre Eltern in Ihrer Kindheit getrennt und Sie haben gelernt mit dieser Trennung umzugehen. Bis zu dem Zeitpunkt an dem Sie selbst wieder mit einer Trennung und allen Konsequenzen konfrontiert werden. Dann poppen plötzlich wieder alle Gefühle Ihrer Kindheit auf, was Sie aber durch all‘ den Schmerz meist nicht gleich richtig zuordnen können und versuchen den Schmerz wieder zuzudecken. Wie es ja auch schon jahr(zehnte)lang ganz wunderbar funktioniert hat. Nur, dass diesmal Ihre Seele so laut um Hilfe schreit, dass sie aus Solidarität Ihres Körpers Hilfe bekommt und sich Schmerzen etablieren. Sei im in Form von Herzschmerzen, Verdauungsproblemen, oder ähnlichen Beschwerden. Ihre Seele sucht sich nun ihren Weg über körperliche Schwachstellen und macht sich bemerkbar.

Psychosomatische Beschwerden bei Trennung

Psychosomatische Beschwerden sind immer körperliche Symptome, die durch psychische Faktoren ausgelöst oder verstärkt werden. Bei einer Trennung können nun also psychosomatische Beschwerden auftreten, wenn der emotionale Schmerz nicht angemessen verarbeitet wird. Und dazu kann auch die Aufarbeitung und Auflösung früherer Traumen gehören.

Der Verlust eines geliebten Menschen kann zum Beispiel zu einem Gefühl der Leere im Herzen führen, das sich für Sie, in Ihrer subjektiven Wahrnehmung, als starker körperlicher Schmerz manifestiert. Oder der emotionale Stress kann zu massiven Schlafstörungen führen, die langfristig wiederum die körperliche Gesundheit beeinträchtigen können. Aber nicht einfach durch Schlaftabletten kuriert werden können. Weil diese die emotionalen Wunden dahinter nicht heilen. Deshalb kann durch die Einnahme von Medikamenten auf keiner körperlichen Ebene langfristig eine Heilung erfolgen. Diese kann erst erfolgen, wenn der seelische Hintergrund der Beschwerden geheilt wurde.

Die Bedeutung der psychischen Unterstützung

Bei einer Trennung ist es also immer von großer Bedeutung, sowohl die emotionalen als auch die körperlichen Aspekte zu berücksichtigen. Eine professionelle psychologische Unterstützung kann Ihnen helfen, den emotionalen Schmerz zu verarbeiten, unbewusste Verhaltensmuster aufzudecken und gesunde Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Durch den aktiven Umgang mit den emotionalen Herausforderungen und früheren Verletzungen kann dann auch der Einfluss der Seele auf den Körper verringert werden.

Selbstfürsorge und körperliches Wohlbefinden

Während einer Trennung ist es von allergrößter Bedeutung ganz besonders auf sich selbst zu achten, sich der eigenen Bedürfnisse bewusst zu werden und für das eigene körperliche Wohlbefinden zu sorgen. Regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga können Ihnen helfen, Ihre Seele und Ihren Körper zu stärken um so den emotionalen Stress zu reduzieren. Es ist auch wichtig, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, um die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und zu erfüllen. Und keinesfalls aus Angst vor der Einsamkeit vor sich selbst wegzulaufen und ins Außen zu flüchten. Ihre Seele kann nur in Ihrem inneren heilen. Und dabei müssen Sie Ihr durch viel liebevolle Selbstfürsorge helfen. Denn wenn Ihre Seele heilt braucht sie keine körperlichen Beschwerden mehr zur Unterstützung. Dann wird Sie auch ohne Schmerzen gehört und wahrgenommen.

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